ENTWURF EINER NEUEN STHETIK DER TONKUNST BUSONI PDF

Und was erwartet Ihr? Was mir bekannt, ist unbegrenzt. Mir fehlt das letzte Wort. Denn recht lange schon hatte man in der Musik ernstlichem Suchen nicht sich hingegeben.

Author:Gardagrel Voodoorisar
Country:Argentina
Language:English (Spanish)
Genre:Relationship
Published (Last):20 October 2016
Pages:34
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ISBN:270-7-70163-877-7
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Und was erwartet Ihr? Was mir bekannt, ist unbegrenzt. Mir fehlt das letzte Wort. Denn recht lange schon hatte man in der Musik ernstlichem Suchen nicht sich hingegeben. Immer gab es Modernes, und immer Altes. Wir haben Regeln formuliert, Prinzipien aufgestellt, Gesetze vorgeschrieben — — — wir wenden die Gesetze der Erwachsenen auf ein Kind an, das die Verantwortung noch nicht kennt!

Das Kind — es schwebt! Es ist nicht der Schwere unterworfen. Seine Materie ist durchsichtig. Es ist fast die Natur selbst.

Es ist frei. Sie verleugnen die Bestimmung dieses Kindes und fesseln es. Frei ist die Tonkunst geboren und frei zu werden ihre Bestimmung. Darum sind Darstellung und Beschreibung nicht das Wesen der Tonkunst; somit sprechen wir die Ablehnung der Programmusik aus und gelangen zu der Frage nach den Zielen der Tonkunst.

Absolute Musik! Was die Gesetzgeber darunter meinen, ist vielleicht das Entfernteste vom Absoluten in der Musik. Die Flamme freilich ist verschwunden, Doch ist mir um die Welt nicht leid. Die ganz absolute Musik hat er nicht erreicht, aber in einzelnen Augenblicken geahnt, wie in der Introduktion zur Fuge der Hammerklavier-Sonate.

Aber sobald sie die Schwelle des Hauptsatzes beschreiten, wird ihre Haltung steif und konventionell wie die eines Mannes, der in ein Amtszimmer tritt. Die Zufriedenheit, der seelische Teil, kann zu Musik werden; wo bleibt aber die Armut, das ethische Problem, das hier wichtig war: zwar arm, jedoch zufrieden. Musik ist aber ein Teil des schwingenden Weltalls. Den Gesetzgebern sind die Zeichen selbst das Wichtigste, sie werden es ihnen mehr und mehr; die neue Tonkunst wird aus den alten Zeichen abgeleitet, — sie bedeuten nun die Tonkunst selbst.

Das ist ein Arrangement des Originals. Doch wird im allgemeinen nur von der zweiten Aufhebens gemacht. Wenn [25] ich sage: Schubert war einer der musikalischsten Menschen, so ist das dasselbe, als ob ich sagte: Helmholtz war einer der physikalischsten. Aber es [27] ist noch so jung und ist ewig; die Zeit seiner Freiheit wird kommen.

Und vor allem verlangt man seine deutliche Sichtbarkeit! Jedes ein Ganzes und jedes ein Drittel des Ganzen. Er steht noch in vollem Werte, zumal im germanischen Land. Wenn auch nicht die einzigen Merkmale, so sind doch diese die bedeutsameren. Die Aufgabe des Schaffenden besteht darin, Gesetze aufzustellen, und nicht, Gesetzen zu folgen. Der echte Schaffende erstrebt im Grunde nur die Vollendung. Die Routine wandelt den Tempel der Kunst um in eine Fabrik.

Die Routine aber gedeiht im Nachbilden. Weil sie der Allgemeinheit entspricht, herrscht sie. Im Theater, im Orchester, im Virtuosen, im Unterricht. Und Millionen Weisen sind seit Anfang vorhanden und warten darauf, sich zu offenbaren!

Um nicht mich hier in Spielereien zu verlieren [13] , enthalte ich mich jedes Beispiels. Die Entfaltung des Komponisten an dem Studium der Partituren. Ich meine, zum abstrakten Klange, zur hindernislosen Technik, zur tonlichen Unabgegrenztheit. Und die Natur schuf eine unendliche Abstufung — unendlich! Was sagte ich, eine Folge? Zwei solche Folgen, die Dur- und Moll-Skala. Die anderen sind nur Transpositionen. Wenn ein bekanntes Gesicht aus dem Fenster sieht, so gilt es gleich, ob es vom ersten oder vom dritten Stockwerk herabschaut.

Wir haben eine einzige Tonart. Der Drang und die Sehnsucht und der begabte Instinkt sprechen daraus. Die Skala c des es fes ges as b c klingt schon bedeutend anders als die des-Moll-Tonleiter, wenn man c als ihren Grundton annimmt. Es ist die Mitteilung von Dr. Thaddeus Cahills Erfindung. Bis an die Pforte. Bis an das Gitter, das Menschen und Ewigkeit trennt — oder das sich auftut, das zeitlich Gewesene einzulassen.

Keine Tonkunst.

GRISEY TALEA PDF

Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst (1916)

Und was erwartet Ihr? Was mir bekannt, ist unbegrenzt. Mir fehlt das letzte Wort. Denn recht lange schon hatte man in der Musik ernstlichem Suchen nicht sich hingegeben. Immer gab es Modernes, und immer Altes.

DICKSONIA SELLOWIANA PDF

Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst von Ferruccio Busoni (2013, Taschenbuch)

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LPC2142 DATASHEET PDF

Index:Busoni Entwurf einer neuen Ästhetik der Tonkunst 1916.pdf

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